
heilpädagogische Praxis Zaumzeug Ralf Booth
Lesen und Schreiben sind als Kulturtechnik innerhalb unserer Gesellschaft als eine selbstverständliche Alltagsgegebenheit verinnerlicht. Man verschwendet keine großen Gedanken daran, welche Leistung man eigentlich ständig vollbringt. Es geht einem locker von der Hand. Doch dass es nicht immer so locker zugeht, müssen viele Kinder und deren Eltern täglich auf ein Neues erleben. Das laute Lesen von Texten bereitet Mühe, benötigt viel Zeit und kann häufig vom Inhalt nicht wiedergegeben werden. Auch in kurzen Texten häufen sich die Rechtschreibfehler. Schlichte Worte, wie als, und, Heft, kann, werden falsch geschrieben. Manche Worte sind mitunter gar nicht nach zu sprechen. Das frustriert das Kind. Es zweifelt irgendwann nicht mehr nur an seinen Lese- und Rechtschreibfähigkeiten, sondern an der eigenen Person. Dieses Gefühl des Nichtkönnens kann dazu führen, dass sich das Kind verschließt, oder genau in das andere Extrem verfällt und aggressiv wird.
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Woher kommt diese Problematik? Üben wir nicht genug? Was machen wir falsch? Diese Fragen stellen sich Eltern von Kindern mit Lese- und/oder Rechtschreibschwäche immer wieder und setzen sich selbst und das Kind damit oft nur noch weiter unter Druck. Dieser ruft dann genau das hervor, was vermieden werden sollte. Eine Leistungs- und Leidensspirale entsteht, die es zu unterbrechen gilt. Oft spielen Verarbeitungsprozesse des zentralen Nervensystems eine Rolle. Allen voran die Verarbeitung des Gesehenen ( visuelle Wahrnehmung ) und des Gehörten ( auditive Wahrnehmung ). Nicht selten spielen auch motorische und psycho-motorische Defizite eine Rolle. Es gilt also festzustellen, wie ausgeprägt die Lese- und/oder Rechtschreibschwäche ist, um dann im zweiten Schritt herauszufinden, welche zuvor genannte Komponente zu dieser Schwäche geführt hat – also eine qualifizierte Diagnostik wird herangezogen. |
An diesem Punkt treffen sich Eltern und Kinder, die das Problem der LRS mit sich tragen, und die Praxis Zaumzeug. Wir bieten Ihnen…
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